
Reaktion von Dr. Anton Schmid auf den Vorschlag des Integrationsstaatssekretärs Sebastian Kurz von Eltern bei Schulpflichtverletzungen ihrer Kinder Geldstrafen einzufordern.
Wr. Jugendanwalt zu Schulangst und Schulschwänzen: Angst nicht mit Angst vertreiben Schulangst hat Gründe und geschieht nicht aus Jux und Tollerei!
Es gibt Gründe warum ein Kind oder Jugendlicher die Schule nicht besucht.
Das können einerseits Gründe in der Familie oder in der peer-group oder in der Schule selbst sein.
Diese Gründe gilt es zu finden und ihnen aktiv entgegenzuwirken.
Wiens Jugendanwalt Anton Schmid sieht bei der Androhung einer hohen Geldstrafe dabei eine Wirkung gleich null. Wer Schulangst mit Angst (vor Strafe) begegnen will, sollte sich inhaltlich von dem Thema fernhalten.
Österreichische Kinder und Jugendliche gehen in der Regel gerne zur Schule, das bestätigen viele Erhebungen bei österreichischen SchülerInnen, wenn also hier Schulangst auftritt sind manifeste Probleme vorhanden.
Nur in vertrauensvollen Gesprächen mit anschließender konkreter Unterstützung sind diese Ängste zu nehmen.
In Österreich (besonders in Wien) gibt es eine Fülle von Beratungsstellen die die jungen Menschen beraten und ihnen auch helfen können. Das Projekt Jugendcoaching ist eines davon, doch gibt es genügend andere Beratungsmöglichkeiten.
Die Erwachsenenwelt und besonders die Politik sollten eher in diese Richtung denken und die jungen Menschen ermuntern und motivieren sich helfen zu lassen, anstatt mit Drohungen zu agieren, so abschließend Jugendanwalt Schmid.