Streitpunkte zwischen Eltern und Kindern gibt es viele, wie Schule, Fortgehen, Freunde, Unordnung und das "Outfit".

Gerade in der Pubertät kommt es oft zur Eskalation und kaum fällt ein Wort, wird auch schon gestritten. Jugendliche sagen oft, meine Eltern hören mir gar nicht zu, sie begründen Verbote nicht, sie behandeln mich wie ein kleines Kind.
Eltern wiederum beschweren sich, man könne reden was man will, es wird nicht gehört, die Kinder sind frech, sie lernen zu wenig, sie versauen die Wohnung, sie spielen zu laut furchtbare Musik, sie haben unmögliche FreundInnen und wie sie ausschauen entbehrt jeder Kritik.
Erinnern wir uns, auch wir Erwachsene hatten Konflikte mit den Eltern und diese wiederum mit ihren Eltern. Es ist ganz normal und auch wichtig, nicht immer einer Meinung zu sein.
Kinder bzw. Jugendliche wissen eher über ihre Rechte Bescheid und versuchen sie auch vehementer durchzusetzen. Es ist so wichtig Zeit mit den Kindern zu verbringen, über ihre Probleme und Ängste informiert zu sein und immer - sollte auch einmal etwas passieren - hinter ihnen zu stehen.
Gerade die Pubertät ist ein so schwieriges Alter, vor allem für Jugendliche selbst, dass nur großes Verständnis weiterhelfen kann. Wenn innerhalb der Familie gar nichts mehr geht, ist es keine Schande fremde Hilfe in Anspruch zu nehmen. Nicht weil man als Eltern versagt hat, aber in Konfliktsituationen ist die persönliche Betroffenheit und Kränkung oft sehr groß.
Wichtig ist, immer mit den Heranwachsenden im Gespräch zu bleiben, sie als Persönlichkeit zu respektieren und sich auch eingestehen zu können, manchmal völlig hilflos zu sein.