
Utl.:"Fall" Arigona verdeutlicht eine kalte und unmenschliche Politik
Wien (1. 8. 2007 - OTS)-Es macht mehr als betroffen wie mit einem 15 jährigen Mädchen in Österreich umgegangen wird. Arigona lebt seit Jahren in Österreich, ist gut integriert und alles was sie möchte, ist eine gute Zukunft in Österreich - für sie ihre Heimat. Nun geht die Diskussion in die Richtung, dass diese Entscheidung gesetzteskonform sei - was nun einmal so stimmt - nur sollte man sich in weiterer Folge fragen, ob diese Gesetze menschenwürdig sind. Über sogenannte Härtefälle wird einfach hinweggesehen und es ist ja egal, was mit Arigona passiert (gnädigerweise kann sie ja noch ihre Schule fertig machen), denn für ihre Befindlichkeit sind ja ihre Eltern verantwortlich und nicht wir alle als Staat.Man dürfe sich ja nicht erpressen lassen von einer Jugendlichen und Handlungsbedarf gibt es ja auch keinen - auch wenn der Inhalt in diesem Gesetz sämtlichen Kinder- und Menschenrechten entgegensteht.
Arigona ist kein Einzelfall - es leben in Österreich noch viele "Härtefälle" bei denen Kinder und Jugendliche betroffen sind. Österreich hat sich 1992 für Kinderrechte entschieden - damals eher halbherzig, da damals die Rechte von Kindern in Österreich ja kein Thema waren, denn allen Kindern geht es ja gut in Österreich. Es ist wirklich eine Schande wie hartherzig mit Arigona umgegangen wird.Trotzig und stur wird das Gesetz exekutiert, menschenwürdige und einfache Lösungen wie Arigona einen humanitären Aufenthalt in Österreich zu ermöglichen, werden abgelehnt.
Die Kinder- und Jugendanwaltschaft Wien fordert die Bundesregierung auf ihren Hardlinerstatus zu verlassen und eine Lösung zu entwickeln, der dem Anspruch einer humanitären Gesellschaft auch gerecht wird